Meditation

Nicht nur Entspannung

Vom Alltag runter kommen und etwas relaxen ist nur eine Seite der Medaille. Lies weiter, was Meditation noch kann und wofür sie gut ist. 

Am 12.03.2017 habe ich meine Ausbildung zur Meditationsleiterin absolviert und bin seither vollends davon überzeugt, dass regelmäßige Meditationen (Medis) ein Leben verändern können, falls dies erwünscht ist.

Die Meditation hat ihren Ursprung in Asien, der lateinische Begriff Meditatio bedeutet das Nachdenken über oder zur Mitte ausrichten. Für uns ist Meditation also eine Art Kontemplation. Ziel ist es, Gleichmut und Freiheit zu erfahren, zugleich benötigen wir auch ein bisschen Disziplin um "einfach nur" da zu sitzen oder zu liegen, haben wir doch sonst jede Menge zu tun. Das Freiheitsgefühl, das sich nach einer gewissen Zeit einstellen darf, ist unglaublich wertvoll und hilft dir dabei, dein Bewusstsein auszudehnen und mehr Raum für dich einzunehmen. Gleichzeitig erlaubst du dir mehr und mehr, deine eigenen Grenzen zu erweitern und bekommst den Mut, deine Komfortzone zu verlassen. Dein innerer Dialog, dein Denken, kommt zur Ruhe. Bahar Yilmaz hat den Begriff Sitting in the Power (Technik zur Verbindung mit deinem spirituellen Team und der Geistigen Welt) geprägt, der mich inspiriert und motiviert, immer wieder einfach nur zu sitzen, Intention zu setzen und die Power zu genießen. 

Konkrete Unterstützung für dich bei regelmäßiger Medi-Praxis von 10 - 30 Minuten: 


o Entspannung

o Ausgleich schaffen vom Alltag

o Fokus setzen 

o Zentrierung der eigenen Kräfte/der Energie

o Stressabbau

o Tägliche und sinnvolle Routine/Struktur im Alltag schaffen

o Channeln

o In sich gehen (Soll ich kündigen? Tut mir diese Sportart gut? etc.)

o Regeneration

o Innerer Dialog kommt zur Ruhe

Drei Arten der Meditation 

Achtsamkeits-Medi

o Augen schließen und Fokus auf den Atem (Ein, Aus, Ein, Aus ...)

o Alles zulassen/offen sein/Kanal

o Mala (Kette)

o Gebet

o Zazen/ZEN (Sitzen im Lotus)

Mit Musik/Frequenzen

o Tönen (Bspl. OM) 🕉
o weitere Mantras

o Klangschalen

o Musik

o Frequenzen

o Angeleitete Meditationen

o Bewegung / Tanz 


Konzentrative Medi

o Aufmerksamkeit ausrichten/Fokus

o Konzentration auf Kerze, Blumen, Wasser, Baum, Wind auf der Haut

o Body Scan 

o ZenKoan = Konstrukt durch Meditation entschlüsseln
o Tai-Chi / Qi-Gong

o Lesen / PC-Spiele = im Flow sein

Exkurs: Gehirnwellen

Mithilfe von Medis und bewussten Fokussierungen (oder einfach nur schlafen) sind wir in der Lage, unsere Gehirnwellen (GW) zu verändern. Wissenschaftlich vor fast 100 Jahren bewiesen (per EEG), leider noch nicht bei jedem angekommen, ist die Tatsache, dass Meditation hilft

GW haben unterschiedliche Schwingungsfrequenzen, die gemessen und festgehalten werden können. So hat man beispielsweise bei meditierenden Mönchen niedrigste Schwingungsfrequenzen gemessen. Neu entdeckt wurde die höchste Frequenz: Gamma GW. 

Im Folgenden eine Auflistung von den höchsten bis zu den niedrigsten GW, die derzeit gemessen werden können. 

Gamma GW

> 38 (bis über 120) Hz (Hertz - Schwingung pro Sekunde); 

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Wenn sich unser Gehirn im Gamma-Zustand befindet, werden alle Teile des Hirns gleichzeitig genutzt und die Leistungsfähigkeit und Informationsfluss ist enorm hoch. Wir sind extrem fokussiert und können die Quellverbindung nutzen (Quellverbindung = goldene, ausgleichende Energie, universelles Wissen kann angezapft werden). Gamma GW sind die neueste Entdeckung unter den Gehirnwellen und noch wenig erforscht. Der Körper reagiert ein bisschen hölzern, fast steif, wenn das Gehirn sich im Gamma-Zustand befindet. 

Beta GW 

12 - 38 Hz

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Wenn wir beispielsweise Auto fahren, telefonieren, Kaffee trinken oder alltägliche Dinge tun, befindet sich das Gehirn im Beta-Zustand. Der innere Kritiker (die ständig plappernden Gedanken) ist voll aktiv. Wir sind aufmerksam und bei vollem Bewusstsein. 

Alpha GW

7,5 - 12 Hz

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Im Alpha-Zustand sind wir sehr gelassen, wie nach dem Sport oder einem ausgedehnten Spaziergang in der Natur. Der Verstand, der innere Kritiker, ist ruhiger gestellt und wir erleben den "Flow" und haben Zugriff auf viele kreative Ideen. Auf dem Sofa dösen, konzentriertes Lernen oder die Vertiefung in künstlerische Tätigkeiten sind Ausdruck der Alpha GW. Wer sehr viel Stress im Leben hat, könnte mitunter keine Alpha-Wellen produzieren, was zu Krankheit führen kann. Daher können Atemübungen oder sportlicher Ausgleich eine Hilfe sein. 

Theta GW

3,5 - 7,5 Hz

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Theta GW sind zu messen bei tiefer Meditation oder leichtem Schlaf mit phantasievollen Träumen. Der Zugang zum Unterbewusstsein ist aktiviert. Da der kritische Verstand ausgeschalten ist, können positive Suggestionen sehr schnell verinnerlicht werden, weil sie direkt im Unterbewusstsein ankommen. Auch das Lernen von Neuem kann dadurch im Theta-Zustand sehr schnell verinnerlicht werden. 

Delta

0,2 - 3,5 Hz

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Im Tiefschlaf (traumlos) werden Delta GW produziert. Hier finden Regeneration und Heilungsprozesse, wie Zell-Regulation und die Bildung von wichtigen Hormonen, statt. Die Verbindung zu unserer Überseele, zum Universum ist hergestellt. 

Wie kann ich Gehirnwellen für mich einsetzen?

Wenn du zum Lernen oder für eine künstlerische Tätigkeit beispielsweise Alpha-GW aktivieren möchtest, kannst du dir eine kraftvolle Intention setzen, die du laut sagst:

Alpha Gehirnwellen in all meinen Teilen meines Gehirns aktiviert, aktiviert, aktiviert!
Oder eine längere Version: Auch, wenn ich nicht weiß, wie, aktiviere, aktiviere, aktiviere ich jetzt den Alpha-Zustand in all meinen Teilen meines Gehirn.
Oder kurz: Alpha-Zustand aktiv!
3 x wiederholen

Beispielsweise auf YouTube findet man viele tolle Videos mit allen Frequenzen, so auch für Alpha. 
Übung macht den Meister und erst nach einigen Versuchen wird dir die Veränderung des Zustands des Gehirns und der Achtsamkeit bewusster. 

Vorbereitung für Meditation 

Neben Bock darauf und eine möglichst neutrale Einstellung zur Meditation, kannst du dich und deinen Körper auf unterschiedliche Weise darauf vorbereiten. Grundsätzlich ist es sinnvoll, den Körper vor einer Medi, auch wenn sie nur 10 Minuten dauern soll, zu bewegen. Somit wird er auf "langes" sitzen vorbereitet und kann sich einfacher entspannen. Zudem öffnet Bewegung deine Atemräume, hierfür könntest du auch gleich für frische Luft sorgen, damit möglichst viel Sauerstoff in deinen Kreislauf gelangt. Als Bewegung könnte Yoga ganz hilfreich sein, schließlich existiert diese philosophische Lehre schon seit 5000 Jahren. Auf YouTube lässt sich hier einiges finden zum Mitmachen auch für Anfänger. Just do it!

Grundsätzlich ist es ebenfalls sinnvoll, deinen Körper vor allem dein Verdauungssystem, nicht mit schweren Nahrungsmitteln zu belasten. Eine Variante wäre es, dich bewusst mit Nahrung zu befassen und in eine Art innerer Dialog zu gehen: "Tut mir das gut? Wenn nicht, was würde mir stattdessen gut tun?" Selbst, wenn du etwas "ungesundes" ist, lernst du durch diese inneren Fragen, dich bewusst mit Nahrung auseinander zu setzen.

Ich hatte zuvor eine neutrale Einstellung erwähnt: Das bedeutet möglichst ohne Erwartungen und gelassen eine Medi starten - dafür ist Bewegung ebenfalls sinnvoll, weil dadurch unser innerer Kritiker ruhiger gestellt wird. Grade zu Beginn passiert eventuell recht wenig. Du sitzt gefühlt einfach nur deine Zeit ab. Möglicherweise schläfst du sogar ein. Wahrscheinlich werden dir deine Geistführer nicht begegnen und die Erleuchtung bleibt auch aus. Das ist alles ok! Daher keine Erwartungen haben, Kopf möglichst aus, die "es muss doch"-Gedanken gelöscht! Und wenn du tatsächlich eingeschlafen bist, sage ich dir: Herzlichen Glückwunsch! Du konntest entspannen und loslassen :) Und wenn du mit deiner Meditationspraxis gerade noch am Anfang stehst, kannst du ja noch nicht die nötige Übung, das nötige Wissen haben, wie es ist, sich mit seinen Geistführern aus der Geistigen Welt zu treffen, zu verbinden. (Statt Geistführer kannst du gerne auch deine Freunde, Begleiter oder deine Geistige Crew sagen) 

Falls dir immer wieder Gedanken vom Alltag oder was du noch alles machen musst hochkommen, so kannst du dir einfach vorstellen, dass jeder Gedanke mit einem Besen weg gefegt wird und somit einfach gelöscht ist. 

Sei einfach entspannt, offen, frei und ohne Erwartungen. Neutralität (frei von sehr positiven oder negativen Erwartungen und Emotionen) ist ein guter Schlüssel zu einer schön tiefen Meditation, in der sich dein Energiekörper ausrichten und ausdehnen kann und du deine Verbindung zur Geistigen Welt verstärken kannst. 

Körperhaltung für Medis

In erster Linie soll der Sitz natürlich bequem sein, aber nicht zu bequem, damit du bestmöglich nicht einschläfst. Es gibt Meditationskissen-, Bänke oder Decken, mit denen du dich auf den Boden setzen kannst. Das braucht es aber nicht unbedingt. Ein einfaches Kissen tut es auch. Der "ägyptische Sitz" lässt dich mit möglichst geradem und freiem Rücken auf einem Stuhl oder Hocker sitzen. Du kannst dich auch hinlegen, wobei Bett oder Couch tatsächlich eher ungeeigneter sind. Am besten liegst du mit einer Yogamatte und kleinem Kissen, falls nötig einer wärmenden Decke, auf dem Boden. Hier gerät dein Gehirn nicht in den Schlaf-Modus und dein Rücken ist auch gerade. Falls du allerdings kannst und möchtest, gehe in den Lotussitz. Deine Hände könntest du beispielsweise in die ZEN-Haltung bringen: lege dazu die linke in die rechte Hand und bringe die Daumen sanft zusammen. Die rechte Hand steht für die männliche, aktive Seite, die linke für die weiblich ausgleichende. Ansonsten kannst du deine Hände auch einfach sanft neben deinen Körper ablegen oder auf deinen Oberschenkeln, Handinnenflächen nach oben oder unten zeigend. Oder du bildest mit Zeigefinger und Daumen einen Kreis, was beim Energiefluss unterstützend wirkt. 

Deine Sitz- oder Liegeposition bleibt vollkommen dir überlassen. Fühl dich einfach frei und sei offen für das, was geschehen könnte. Falls du Schwierigkeiten hast, für längere Zeit deine Wirbelsäule aufzurichten, kannst du dir vorstellen, dass du dein Herz nicht von vorne  mit krummem Rücken beschützen musst, sondern dass deine zusammengeführten Schulterblätter dein Herz liebevoll von hinten schützen. 

Im Wesentlichen gibt es drei Phasen einer Meditation

Hinführung

o Ankommen

o Atem - Sauerstoff

o Körper spüren 

o Intention setzen 

o Sich selbst und Umgebung annehmen

Hauptteil

o Reise zum Strand oder ins Universum

o Gegenstand oder Natur betrachten

o Mantra

o Blick nach innen (Body Scan)
o und viele weitere Möglichkeiten 

Rückführung

o In den Körper zurück kommen

o Entspannung ins System integrieren 
    „Ja und Danke“
    „Speichern“

o Zurück ins Hier und Jetzt mithilfe der Atmung
o Körper dehnen und strecken

DER MENSCH, DER BLÜHT, 

IST DER MENSCH, DER IST, 

NICHT DER MENSCH, DER WIRD.

Krishnamurti, Vollkommene Freiheit